Klettern 2.0

Ein Blog über meine Erlebnisse beim Klettern an Fels und Plastik taugt doch jedem: Der Nachwelt (wenn ich mal runterfalle), allen Interessierten am Klettern (die sich vielleicht in dem einen oder anderen wiederfinden) und natürlich vor allem mir selbst (hilft gegen das Vergessen).


Von Sonne und kalten Fingern...

Gestern, am Samstag, ging es für einen Tagesausflug zum Klettern in den Ith. Der Wetterbericht lag zwar ziemlich daneben: Anstatt Sonne und 10°C, gab's Sonne und 8°C, aber wir konnten diese Abweichungen durch ausreichende Bekleidung, heiße Getränke - und Klettereien ausgleichen. Wirklich, das Wetter war super! Frühlingshaft und in der direkten Sonne wurde schonmal das Wort "Sommer" von einigen Beteiligten in den Mund genommen.

Wir waren wohl so gegen 10:30 Uhr an den Felsen in Holzen und konnten uns unten am Parkplatz sogar die Pole Position sichern. Unglaublich...keiner da und so standen wir vor der Qual der Wahl. Schließlich wurde die Himmelsleiterwand zum Aufwärmen von Körper und Geist gewählt. Das mit dem Geist klappte in der cleanen "Efeupassage (4+)" zwar ganz gut, aber die zum Klettern doch leider hin und wieder benötigten Finger erinnerten danach irgendwie eher an Langneses eisigen Flutschfinger. Sogleich wurde im "Schandauer Weg (5+)" nachgelegt, der oben schonmal etwas festeres Hinlangen benötigt, was zumindest bei mir zur ganzheitlichen Körpererwärmung führte.

Im Funkeln der Sonne zwischen den noch kahlen Bäumen vergnügte sich Jan danach in "17 Karat (7)" und verbuchte einen repektablen Onsight. Nachdem mich die Tour schon vor dem ersten Haken mehrmals aus der Wand spuckte, war ich um den Umstand, dass das Seil von oben kam, nicht unglücklich. Eigentlich eine schöne Tour, die aber nur im unteren Teil die Ansprüche an den siebten Grad abfordert.

Gleich nebenan verlockte die Sternschnuppe (6+/7-), die ich aus dem letzte Jahr noch positiv in Erinnerung habe. Meine Befürchtungen vor dem dritten Haken konnte ich dieses Mal nicht nachvollziehen und stieg am heißen Ende des Seils ein. Ich war vermutlich nach dem Klippen des dritten Hakens so überrascht, dass ich dann die folgende, eigentlich leichtere Passage vor dem Band so dämlich anging, dass ich mich ins Seil setzen mußte. Na super, aber immerhin oben angekommen und was noch viel mehr zählt: Spaß gehabt!

Diesen hatte Jan das letzte Mal in der "Grünen Schubberscheiße (7)" an der Verschneidungswand nicht, soweit man sich erzählt. Gestern konnte er sie dann aber doch recht gut klettern, wie ich finde und das Fußvolk durfte einen Nachstieg genießen, welcher aber durchaus wirklich lohnend war. Die Tour selber ist weder grün noch schnubber noch scheisse! Ich fand sie klasse.

Im Sonnenuntergang sind wir dann noch an der Baumschulenwand die "Riemannfläche (6-)" gestiegen, die ich als eine der schönsten, einfachen Ith-Klettereien empfand. Vom 6ten Grad ist diese Tour allerdings schon etwas entfernt, wie ich finde. Keine Ahnung, ob das was mit der verbesserten Absicherung zu tun hat. Jetzt ist es aber eher eine 5 als eine 6-, wie ich finde.

Auf jeden Fall ein perfekter Abschluß für einen perfekten Tag!



Sonne aus!

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